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Zum 50. Jahrestag des Warschauer Aufstandes Seite drucken

Bundespräsident a.D. Roman Herzog am 1. August 1994 in Warschau
zum 50. Jahrestag des Warschauer Aufstandes.

Was wir brauchen ist, ist Versöhnung und Verständigung, Vertrauen und gute Nachbarschaft. Das kann nur weiterwachsen und gedeihen, wenn unsere Völker sich dem Grauen ihrer jüngsten Geschichte mit Offenheit stellen. In aller Offenheit und ohne Vorurteile.

Mit dem Mut zur vollen Wahrheit. Nichts hinzufügen aber auch nichts weglassen, nichts verschweigen und nichts aufrechnen. Im Bewußtsein der Vergebung bedürftig zu sein, aber auch zur Vergebung bereit.

(...) Aber wir wissen auch: Das Martyrium des polnischen Volkes nahm nicht erst am 1. August, sondern am 1. September 1939 seinen Anfang. Kein Land hatte im Zweiten Weltkrieg vergleichbar hohe Opfer zu beklagen wie Polen. Millionen seiner Bürger kamen alle in unser Gedenken ein und nehmen ihren Tod als Mahnung uns Verpflichtung für die Zukunft zugleich. Diese Zukunft gilt es nunmehr gemeinsam und verantwortlich zu gestalten.

Im Laufe der letzten 40 Jahre hat die europäische Geschichte einen dramatische Wendung genommen. Die Völker haben begonnen, sich zu einem vereinten Europa zusammenzuschließen. Niemand braucht auf seinen nationale Identität zu verzichten, niemand auf seine Kultur und Geschichte.

Verzichten müssen wir nur auf Feindschaft und Haß und einen kleinen Teil unseres nationalen Egoismus. Westlich des Eisernen Vorhangs hat diese neue Idee Wunder gewirkt.

Bundespräsident a.D. Roman Herzog
 
Vermehren, Isa
Süßmuth, Rita
Prégardier, Elisabeth
Homeyer, Josef
Herzog, Roman
Jacobeit, Sigrid
 
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