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Schlüssel für ein neues Europa Seite drucken
Mit der Überreichung des symbolischen Schlüssels am 10. April 2002 zur Eröffnung der Gästehäuser des Deutschen Jugendherbergswerkes auf dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wurde ein Traum wahr.

Dr. Wanda Poltawska gehört zu den 72 polnischen Frauen, die zur Medikamenten¬erprobung für die deutschen Frontsoldaten ab 1942 im KZ Ravensbrück zwangsoperiert wurden. Als gegen Ende des Krieges die „Kaninchen" zur Vertuschung der Nazi¬Verbrechen erschossen werden sollten, erlebten sie eine beispiellose Solidaritätsaktion aller Frauen des allmählich im Chaos versinkenden Lagers. Bis zur Befreiung durch die russischen Truppen wurden die schwerbehinderten „Kaninchen" auf abenteuerliche Weise versteckt.

Als Hoffnung in die Zukunft verfaßten die „Kaninchen" ein Testament, in dem es heißt, dass nach Kriegsende an dieser Stelle eine Lernstätte für Frauen
errichtet werden möge, die der Erziehung zum Frieden dienen soll und dass niemals mehr solch verbrecherische Experimente an Menschen verübt werden dürfen.

Mit der Übergabe der Gästehäuser des Jugendherbergswerkes ging dieser Traum nach 57 Jahren in Anwesenheit von vier polnischen zwangsoperierten Ravensbrückerinnen in Erfüllung.

Im Jahr 2002 kamen ca. 102.000 Besucher nach Ravensbrück, davon ca. 34.500 Jugendliche (in Gruppen). An ausländischen Besuchern wurden ca. 30.500 Personen festgestellt.
 
 
Vermehren, Isa
Süßmuth, Rita
Prégardier, Elisabeth
Homeyer, Josef
Herzog, Roman
Jacobeit, Sigrid
 
Ökumenischer Welt-gebetstag der Frauen
Schlüssel für ein
neues Europa
 
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